BHI
Bau- und Holzarbeiter
Internationale
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Frankfurt am Main - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) protestiert vor der IKEA Deutschland-Zentrale in Hofheim-Wallau für die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte im IKEA-Zulieferbetrieb Swedwood. Junge Gewerkschafter haben vor dem Einrichtungshaus Flyer verteilt, um die Kunden über die Blockade von Gewerkschaften in dem US-Betrieb der IKEA-Gruppe aufzuklären. Ziel ist es, die für Mittwoch nächster Woche (für die Red. 27. Juli 2011) geplanten Gewerkschaftswahlen bei IKEA/Swedwood ungehindert durchführen zu können. Damit beteiligt sich die junge IG BAU an einer weltweiten Solidaritätsaktion des internationalen Gewerkschaftsverbandes Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI). „Zwölf Millionen BHI-Mitglieder in 127 Ländern unterstützen die Anstrengungen der Swedwood-Belegschaft, sich endlich gewerkschaftlich organisieren zu können“, sagte der BHI-Präsident und IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel.
„IKEA wirbt mit hohen Arbeitsstandards, die die Gruppe von ihren Lieferanten einfordert. Davon ist bei IKEAs hauseigenem Zulieferer Swedwood nichts zu merken. Das deutsche IKEA-Management muss dem US-Hersteller von „Billy“ und Co. unmissverständlich klar machen, dass es keine Kooperation mit gewerkschaftsfeindlichen Unternehmen gibt“, forderte IG BAU-Bundesjugendsekretär Christian Beck.
In seinem Verhaltenskodex „IWAY“ garantiert der schwedische Möbelkonzern, dass alle Produkte unter akzeptablen Arbeitsbedingungen hergestellte werden. Mangels gewerkschaftlicher Vertretung müssen die Mitarbeiter bei IKEA/Swedwood unter prekären Bedingungen arbeiten. So gibt es Gesundheits- und Sicherheitsprobleme in dem Werk in Danville, USA. Beschäftigte berichten zudem von Rassendiskriminierung und erzwungenen Überstunden. Gewerkschafter werden mit allen Mitteln am Zutritt zum Werk gehindert und wer sich auch nur für Gewerkschaften ausspricht, muss um seinen Job fürchten.