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27 Mai 2013

BHI, IndustriALL und Lafarge unterzeichnen globale Rahmenvereinbarung in Anwesenheit des ILO-Generaldirektors

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) sowie der globale Industriegewerkschaftsverband IndustriALL unterzeichneten heute eine neue globale Rahmenvereinbarung mit Lafarge über die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR) sowie über internationale Arbeitsbeziehungen. BHI-Generalsekretär Ambet Yuson stellt fest, dass insbesondere die von Lafarge eingegangenen Verpflichtungen, die vereinbarten Standards in seinen Subunternehmen anzuwenden über die der Wettbewerber hinausgehen. Dies gelte auch für die verbindliche Zusage des Unternehmens und seiner Subunternehmen im Hinblick auf die direkte Beschäftigung. Damit seien sie für die Zementindustrie maßgebend. Die Vereinbarung wurde in Anwesenheit des ILO-Generaldirektors unterzeichnet.

Lafarge-Vorstandsvorsitzender und CEO, Bruno Lafont, brachte seine Zufriedenheit über diese neue Vereinbarung zum Ausdruck: „Die Vereinbarung unterstreicht den konstanten positiven Dialog zwischen unserer Gruppe und den globalen Gewerkschaftsverbänden. Dies zeigt, dass wir in all den Ländern, in denen wir operativ tätig sind, kohärent und unseren Werten entsprechend handeln.“

Die neue Vereinbarung hebt die seitens Lafarge eingegangenen Verpflichtungen zur Einhaltung der grundlegenden Arbeitnehmerrechte hervor. Darüber hinaus werden die in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte enthaltenen Grundsätze anerkannt sowie die bewährten Verfahrensweisen im Hinblick auf Gewerkschaftsrechte und den sozialen Dialog berücksichtigt.

Mit der Vereinbarung rückt Lafarge auch die Handlungsfelder Gesundheit, Sicherheit und Vielfalt ins Zentrum. Sie enthält diesbezüglich neue Bestimmungen und stellt einen direkten Bezug zu den Zielsetzungen her, die sich das Unternehmen im Rahmen seiner „2020 ambitions“-Strategie im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung gesteckt hat.
IndustriALL-Generalsekretär Jyrki Raina stellt für seinen globalen Gewerkschaftsverband fest, dass die Bestimmungen der neuen Vereinbarung erhebliche Verbesserungen für die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften darstellen. Dies gelte insbesondere für die Regelungen zur Vereinigungsfreiheit, zu den Subunternehmen und zur Beilegung von Konflikten. Es sei von wesentlicher Bedeutung, den sozialen Dialog zwischen den Gewerkschaften und den Geschäftsführungen zu vertiefen, damit die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer der Zementindustrie weltweit verbessert würden.

Im Hinblick auf die Geschäftspartner wird in der diesjährigen Vereinbarung festgehalten, dass Lafarge von seinen Zulieferern und Subunternehmen fordert, die jeweilige nationale Gesetzgebung sowie die in der Vereinbarung aufgeführten grundlegenden Menschenrechte einzuhalten und Vorgehensweisen untersagt, die die Rechte von Arbeitsmigranten beeinträchtigen.

Zukünftig wird der Sekretär des Europäischen Betriebsrats an den Jahressitzungen der Referenzgruppe teilnehmen, die die Umsetzung der internationalen Vereinbarung überprüft.

Die neue Vereinbarung wurde bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Anwesenheit ihres Generaldirektors Guy Ryder unterzeichnet. Dieser betont: „Die ILO begrüßt diese Vereinbarung, die der seitens Lafarge eingegangenen Verpflichtung Nachdruck verleiht, die Arbeitnehmerrechte auch in seinen Subunternehmen sowie Zulieferunternehmen zu wahren. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich der soziale Dialog positiv auf die Arbeitsbedingungen in einem globalen Kontext auswirken kann.“

Lafarge gehört zu den weltweit führenden Baustoffherstellern und hält Spitzenpositionen in sämtlichen drei Geschäftsbereichen Zement, Zuschlagstoffe und Beton. Lafarge beschäftigt 65.000 Mitarbeiter in 64 Ländern.

Die erste Vereinbarung zur Förderung und zum Schutz der Arbeitnehmerrechte wurde im Jahr 2005 unterzeichnet.