BHI-Delegation besucht IKEA-Produktionsstätte in Portugal

29 November 2019 08:56


Vor kurzem besuchte eine BHI-Delegation die IKEA-Produktion im spanischen Paços de Ferreira. Neben BHI-Generalsekretär Ambet Yuson nahmen der Generalsekretärin der portugiesischen BHI-Mitgliedsorganisation CCOO-FECOMA, Vincente Sánchez, die Ressortleiterin Internationale Angelegenheiten der schweizerischen Gewerkschaft Unia, Marília Medes, der BHI-Regionalvertreter Europa, Coen van der Veer sowie Fátima Messias, Generalsekretärin der portugiesischen Bauarbeitergewerkschaft FEVICCOM und Joaquim Rocha als weiterer Vertreter der FEVICCOM an dem Besuch teil. 

Bei dieser Produktionsstätte in der Nähe der portugiesischen Hafenstadt Porto handelt es sich um eines der größten Werke des schwedischen Möbelherstellers IKEA. Das Werk ist seit 2008 in Betrieb und beschäftigt auf einer Gesamtfläche von mehr als 470.000 m² rund 1.500 Mitarbeiter. Portugal ist neben Polen, Russland, der Slowakei und Schweden eines der fünf wichtigsten Produktionsländer des Unternehmens.

Im Verlauf einer sehr offenen und aufrichtigen Diskussion mit Vertretern des Werks wurden mehrere Themen angesprochen: 

  • So wurde der Übereinstimmungsgrad von IKEA Portugal mit den im Unternehmen üblichen Arbeitsstandards näher beleuchtet und über zukünftige Herausforderungen im Hinblick auf das Erreichen einer 100%-igen Übereinstimmung diskutiert. Hierbei ging es insbesondere um das Verhältnis zwischen Arbeitnehmern mit unbefristeten und befristeten Verträgen und solchen, die über Vermittlungsagenturen beschäftigt werden.

  • Des Weiteren wurde eine Absichtserklärung zur Überprüfung und Aktualisierung des Tarifvertrags abgegeben, da der aktuell bei IKEA Industry Portugal gültige Tarifvertrag nicht mehr die Veränderungen widerspiegelt, die sich in den Arbeitsprozessen und den im Werk zum Einsatz kommenden Technologien vollzogen haben.

Vertreter der portugiesischen Konzerntochter IKEA Industry Portugal betonten, dass die Gewerkschaftsrechte der Arbeitnehmer und ihre Vereinigungsfreiheit respektiert würden und dies auch für die Zukunft so beibehalten würde. 

Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft zur Aufnahme eines Dialogs zu arbeitsrelevanten Themen. Als Arbeitgeber blieben IKEA Industry Portugal wie auch der Mutterkonzern IKEA Industry Group neutral und würden sich weder für noch gegen eine Gewerkschaft engagieren. Zudem ist die Gesellschaft zur Aufnahme eines Dialogs mit der BHI bereit.

Im Anschluss an das Treffen fand ein ebenso offener wie transparenter Austausch mit der Vertreterin des Europäischen Betriebsrats, Cidalia Ribeiro statt.