Frauenausschuss Asien-Pazifik fordert Ratifizierung des ILO-Übereinkommens zur Beendigung von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz

28 November 2019 09:36

 

Am 23. November 2019 fand im australischen Perth die Sitzung des Frauenausschusses der Region Asien-Pazifik statt. Im Rahmen der Konferenz wurde erörtert, welche Fortschritte in den Subregionen insbesondere im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter erzielt wurden. So wurde über die laufenden globalen und regionalen Kampagnen diskutiert, die sich unter anderem mit der Überwindung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles, der Bereitstellung angemessener sanitärer Einrichtungen für Arbeitnehmerinnen in sämtlichen Sektoren sowie mit Frauen in Führungspositionen befassen.

Die Vorsitzende des Regionalen Frauenausschusses Kim Kyung Shin, erklärte: „Ich fordere die Gewerkschaften in der Region im Namen des Regionalen Frauenausschusses dazu auf, sich nachdrücklich dafür einzusetzen, dass das ILO-Übereinkommen C190 zur Beendigung von Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz sowie für die dazugehörige Empfehlung R 206 in allen Ländern ratifiziert und entsprechend umgesetzt wird.“    

Zu den zentralen Themen der Konferenz gehörte die Diskussion über die Kampagne „Frauen in Handwerksberufen“ sowie die bevorstehende globale Konferenz im Juni 2020 in Madrid. Die Vorsitzende des Internationalen Frauenausschusses Rita Schiavi erklärte: 

Wir benötigen mehr Arbeitnehmerinnen im Baugewerbe. Daher müssen wir diesen Sektor für Frauen attraktiv machen und uns aktiv den Herausforderungen stellen, mit denen Frauen in einem traditionell von Männern dominierten Sektor konfrontiert sind. Ich möchte die Region Asien-Pazifik dazu aufrufen, im Juni 2020 eine starke Delegation nach Madrid zu entsenden, damit die in der Region bestehenden Probleme und Herausforderungen entsprechend hervorgehoben werden können.“ Da der Regionale Frauenausschuss Asien-Pazifik zwei Tage vor der Regionalkonferenz Asien-Pazifik tagte, setzte er sich eingehend mit den für die Konferenz vorgeschlagenen Änderungen auseinander. Dazu gehörten Beschlüsse zur Änderung der regionalen Satzung, die eine 30-prozentige Vertretung von Frauen in den regionalen Strukturen sicherstellen soll.