Gewerkschaften in Südasien begehen internationalen Gedenktag für die Opfer von Arbeitsunfällen

12 May 2020 15:29

Trotz der Covid-19-Pandemie haben die BHI-Mitgliedsverbände in Südasien den internationalen Gedenktag für die Opfer von Arbeitsunfällen (IWMD) mit einer Bandbreite an Aktionen und Aktivitäten begangen, sowohl online wie auch offline. An diesem jährlichen Gedenktag nahmen 25 Gewerkschaften aus Indien, Nepal und Bangladesch teil, um eine deutliche Botschaft zu kommunizieren, dass die Gewerkschaften sich inmitten der globalen Gesundheitskrise mit den Arbeitnehmern solidarisch zeigen. Das BHI-Büro in Südasien begann die Veranstaltungswoche rund um den Gedenktag mit einem Online-Meeting bzw. Webinar mit den Gewerkschaften am 22. April.  

Die BHI hatte Poster und Infografiken zum IWMD erarbeitet und in alle lokalen Sprachen übersetzen lassen, etwa Hindi, Bengalisch, Nepalesisch, Urdu und Tamil, die dann von den Gewerkschaften genutzt wurden. Zudem wurden von den Gewerkschaften Poster verwendet, die gezielt junge Beschäftigte ansprechen, um den jungen Gewerkschaftern mit ihren Kampagnen zum IWMD und zu LafargeHolcim in den jeweiligen Zementwerken zu helfen. In vielen Fällen hatten die Gewerkschaften in Eigeninitiative auch selbstgemalte Poster erstellt, da aufgrund der Ausgangssperre keine CopyShops zum Ausdrucken geöffnet waren.  

In Indien gab es Sensibilisierungsveranstaltungen der Gewerkschaften zu Covid-19 in Delhi (DANMU und MAMU), Bihar (HKMP und CLU), Rajasthan (AHBWU und RPKNMS), Tamil Nadu (TKTMS, SGEU und TCTU), Odisha (OFMFPWU und INBCWF), Maharashtra, Gujarat (INCWF) und Uttar Pradesh (CFBWU); zudem verteilten die Gewerkschaften auch Pakete mit Nahrungsmitteln, Schutzmasken und Desinfektionsmitteln an die Arbeitnehmer.  

Außerdem wurde eine Mahnwache mit Kerzen von der BMS Punjab, RPKNMS, KKNTC und BMS Gujarat organisiert, während die TKTMS eine Unterschriftenkampagne auf den Weg brachte, mit der die strenge Umsetzung der Arbeitsschutz-Maßnahmen an den Arbeitsstätten gefordert wird, die während und nach Ende der Ausgangsbeschränkungen in Betrieb sind. Die Petition wurde dem Chief Minister des Bundesstaates überreicht.  

Auch Schüler der BHI-Schule für Kinderarbeiter in Uttar Pradesh leisteten einen eigenen Beitrag mit gemalten Postern, um über Covid-19 zu informieren.

Einige Gewerkschaften in Indien (INRLF, DNMS, AIKTMS), die wegen der Ausgangssperre keine Aktionen und Aktivitäten durchführen konnten, haben daraufhin „Online-Demonstrationen“ organisiert, bei denen die Mitglieder mit Fotos und Videos von sich selber mit IWMD-Kampagnenpostern eine Solidaritätsbotschaft an die Kolleginnen und Kollegen schicken konnten.  

In Nepal gab es Videobotschaften des Vorsitzenden und der Mitglieder von CUPPEC anlässlich des IWMD. Die Mitglieder der CAWUN (ebenfalls in Nepal) schickten Fotos, auf denen sie mit Kampagnenpostern an Baustellen für Wasserkraftwerke zu sehen sind. Eine ähnliche Initiative wurde von BSBWWF und PBSKL in Bangladesch durchgeführt.  

Mit lobenden Worten für die gelungenen Aktionen der Gewerkschaften sagte der stellvertretende Vorsitzende der BHI-Region Asien/Pazifik, R.C. Khuntia, der diesjährige IWMD sei nicht nur ein Tag gewesen, um der verletzten und verstorbenen Arbeitnehmer zu gedenken, sondern auch eine Gelegenheit, zu beweisen, dass die südasiatischen Gewerkschaften auch beim Kampf gegen die Probleme durch Covid-19 ein starker Partner an der Seite ihrer Mitglieder sind.