Allusive picture. Workers of Alto Maipo Hydroelectric Poject
Nach fünfzehntägigem Ausstand der Gewerkschaft SINTEC-FETRACOMA, einer chilenischen BHI-Mitgliedsorganisation, herrschen weiterhin Geschlossenheit und regionaler Solidarität vor. Nun gab die Gewerkschaft das Ende ihres unbefristeten Streiks gegen die STRABAG an der Baustelle des Alto Maipo-Wasserkraftwerks bekannt.
Der am 14. Oktober zwischen SINTEC/FETRACOMA und der STRABAG unterzeichnete neue Tarifvertrag beinhaltet folgende Punkte:
Keine Vergeltungsmaßnahmen gegen Arbeitnehmer, die an Mobilisierungsaktionen beteiligt waren und keinerlei Entlassungen infolge des unbefristeten Streiks.
Lohnfortzahlungen in voller Höhe an alle am Streik beteiligten Arbeitnehmer.
STRABAG verpflichtet sich zur Auszahlung von 1.150.000 chilenische Pesos (1.600 US-Dollar) als einmalige Entschädigung zur Konfliktbeendigung.
Die Produktionsprämien werden beibehalten. Dies bedeutet, dass die ursprünglich von STRABAG vorgeschlagene Lohnkürzung von 20 Prozent nicht umgesetzt wird.
Alle im vorherigen Tarifvertrag erzielten Leistungen werden ausnahmslos im Rahmen des Projektes beibehalten.
Der Wochenarbeitsplan von maximal fünf Arbeitstagen à zehn Stunden wird für diejenigen Mitarbeiter beibehalten, die bereits in dieser Schicht arbeiten, bzw. über die Änderungen informiert worden sind. Für die restlichen Arbeitnehmer wird der 7 x 7-Arbeitszeitplan eingehalten. So kann die Entlassung von 30 Prozent der am Projekt beteiligten Arbeitnehmer verhindert werden, wie von STRABAG zunächst vorgesehen war.
Garantierte Auszahlung von 40 zusätzlichen Stunden, zuzüglich eines Sonderbonus von 10 Stunden.
Erhöhung des Stundenlohns in Nachtschichten, Genehmigung eines neuen Bonus für die Anfahrt zur Baustelle, Erhöhung von Sozialzulagen und Boni.
„Dieser Sieg ist durch die Entschlossenheit und das Engagement der Arbeitnehmer errungen worden,“ so BHI-Generalsekretär Ambet Yuson. „Wir sprechen den Gewerkschaftsführern und Mitgliedern von SINTEC/FETRACOMA unsere Hochachtung für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen aus. Sie haben standgehalten, obwohl STRABAG den Zugang zur Projektbaustelle blockiert und die Versorgung der streikenden Mitarbeiter mit Nahrungsmitteln unterbunden hat. Die letztendlich unterzeichnete Vereinbarung macht das große Verhandlungsgeschick der Gewerkschaftsvertreter deutlich.“
BHI-Mitgliedsorganisationen aus der gesamten Region, unter anderem aus Costa Rica, Kolumbien, Argentinien, Panama und Brasilien sowie der Dominikanischen Republik haben den Streik solidarisch unterstützt.
