Fazit des Kongresses der schwedischen Bauarbeitergewerkschaft Byggnads: "Schluss mit tödlichen Unfällen auf den Baustellen“

03 June 2018 05:56

 Johan Lindholm

„Niemand sollte an seinem Arbeitsplatz sein eigenes Leben auf Spiel setzen müssen“, erklärte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven in seiner Rede vor dem Kongress der schwedischen Bauarbeitergewerkschaft Byggnads in Göteborg.

Da im vergangenen Jahr neun Bauarbeiter bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben gekommen waren, stand das Thema Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz im Mittelpunkt des Kongresses.

Die derzeitige Gewerkschaftsführung unter dem Vorsitz von Johan Lindholm wurde für weitere vier Jahre in ihrem Amt bestätigt.

„Die im Bausektor beschäftigten Arbeitnehmer zu vertreten, ist eine große Verantwortung. Ich bin mit unseren bislang erreichten Ergebnissen sehr zufrieden,“ so Johan Lindholm.

Karl Petter Thorwaldsson, Präsident des Schwedischen Gewerkschaftsbundes LO, erläuterte im Rahmen des Kongresses, wie wichtig es sei, für die Rechte von Einwanderern und Asylbewerbern einzutreten.

„Derzeit stehen Einwanderer und Flüchtlinge sehr im Zentrum der öffentlichen Debatte. Wie lässt sich die negative Haltung gegenüber diesen Menschen erklären? Die Arbeiterbewegung setzt sich dafür ein, Menschen nicht gegen andere Menschen aufzuhetzen,“ erklärte er. 

Verschiedene BHI-Mitgliedsorganisationen aus der ganzen Welt nahmen an dem Kongress teil, um ihre Unterstützung für globale Kampagnen und Solidarität zu signalisieren.

„Die schwedische Bauarbeitergewerkschaft Byggnads arbeitet mit der BHI als globalem Gewerkschaftsverband Hand in Hand. Durch unser solidarisches Handeln schaffen wir eine Gewerkschaftsbewegung, die es mühelos mit gewerkschaftsfeindlichen Arbeitgebern und konservativen und populistisch orientierten Regierungen aufnehmen kann,“ so BHI-Generalsekretär Ambet Yuson in seiner Rede vor dem Kongress.