Menschenwürdige Arbeit für alle – auch für Menschen mit Behinderungen

05 June 2017 22:30

 

15 % der Weltbevölkerung sind Menschen mit einer Behinderung. Dabei kann es sich um eine physische, mentale, sensorische oder geistige Beeinträchtigung handeln, die bereits bei der Geburt vorhanden war oder zu einem späteren Zeitpunkt im Leben durch einen Unfall oder eine Erkrankung hervorgerufen wurde. Die Barrieren, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind, können die Einstellung anderer Menschen gegenüber Behinderungen oder auch durch die Umwelt bedingt sein – oftmals sind sie in gewissem Sinne auch gesellschaftlich konstruiert. 

Menschen mit Behinderungen haben gezeigt, dass sie produktiv arbeiten können. 

Darüber hinaus ist das Recht der Menschen mit Behinderungen auf menschenwürdige Arbeit ohne Diskriminierung sowohl durch den internationalen Menschenrechtsrahmen, der das Recht aller Menschen auf Arbeit definiert, wie auch durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, verankert. Letztere richtet sich vor allem gegen Diskriminierungen. 

Viele Menschen erwerben ihre Behinderung in ihrem Berufsleben. Die Unterstützung dieser Menschen wie auch das Engagement dafür, dass ihnen gestellte Barrieren aus dem Weg geräumt werden, leistet einen Beitrag dazu, dass sie ihre Arbeit fortsetzen und sie daran wachsen können. 

Gewerkschaften weltweit setzen sich mit den Problemen von Menschen mit Behinderungen auseinander. In einer jüngst von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durchgeführten Studie werden die Tätigkeitsfelder von Gewerkschaften im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen aus über 50 Industrie-, Schwellen- bzw. Entwicklungsländern beschrieben und zusammengefasst. Die BHI und Mitgliedsorganisationen aus Lateinamerika und der Karibik haben Beiträge zu dieser Studie geleistet.