INDONESIEN: Beschäftigte von Sumsel 1 beenden 15-tägigen Streik; Abkommen mit Guandong Power geschlossen

24 March 2020 08:34


Nach einem 15 Tage langen Streik konnten die Beschäftigten des Bauprojekts für das Kraftwerk Sumsel 1 in Süd-Sumatra am Montag eine Einigung mit ihrem Arbeitgeber, der Guandong Power Engineering Company erzielen. Die Arbeitnehmer sind Mitglieder der Gewerkschaft F-SERBUK, einem Mitgliedsverband der BHI.

„Dieses Abkommen wird enorme Verbesserungen unserer Arbeitsbedingungen mit sich bringen, etwa die rechtmäßige Zahlung von Löhnen und Überstunden, ebenso wie eine deutliche Korrektur der in den letzten zwei Jahren aufgetretenen Diskrepanzen bei der Zahlung von Löhnen und Überstunden.“, so SERBUK-Generalsekretär Khamid Istakhori. „Es ist eine große Anstrengung, in den Arbeitskampf gehen zu müssen, aber dieser Sieg war den Kampf und die Opfer wert.“  

Abgesehen von der Lohnsituation konnten der Gewerkschaft zufolge auch 19 Beschäftigte wieder eingestellt werden, die unrechtmäßig entlassen worden waren; außerdem sind nun alle Beschäftigten des Unternehmens bei der BJPS, der Sozialversicherung Indonesiens registriert, ebenso wie für das Programm, das Zahlungen im Fall von Arbeitsunfällen bzw. Verletzungen vorsieht. Das Unternehmen zeigte sich zudem bereit, über die Regularisierung von Zeitarbeitern nach drei Monaten zu sprechen.  

Die Gewerkschaft zeigte die Bereitschaft, auf die Corona-Pandemie zu reagieren. Die internationale Gesundheitskrise wird genau beobachtet und die Gewerkschaft sagte, man habe die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Mitglieder vor dem Virus zu schützen. „Selbst während unserer Verhandlungen mit dem Unternehmen haben wir unsere Schutzmasken getragen und immer genügend Abstand voneinander gehalten.“, berichtet Istakhori.  

„Wir verstehen voll und ganz, dass die Wirtschaft neue Infrastrukturprojekte benötigt, um sich nach der Krise wieder zu erholen; Infrastrukturprojekte wie die, an denen wir gerade arbeiten. Doch bei jedem Versuch, die Konjunktur zu beleben, müssen die Arbeitnehmerrechte und das Wohlergehen der Beschäftigten an erster Stelle stehen.“, sagt Istakhori abschließend.