Die BHI und das Union-to-Union Projekt 2014-2016: Mehr als 20.000 Arbeitnehmer von PIP-Partnerschaften und chinesischen Multinationalen gewerkschaftlich organisiert

17 March 2017 09:25

Gleich zu Beginn des Workshops wurde auf die fremdenfeindlichen Angriffe gegen Arbeitsmigranten in Südafrika hingewiesen. Diese Übergriffe wurden aufs Schärfste verurteilt, da sie die Rechte der Arbeitsmigranten verletzen.

 

An dem Workshop zur Bewertung des von der BHI und der schwedischen SBTF gemeinsam durchgeführten Entwicklungsprojekts für Afrika nahmen die externe Gutachterin Aisha Bahadur, Niklas Enstrom von der schwedischen Elektrikergewerkschaft SBTF, Crecentia Mofokeng, BHI-Regionalvertreterin für Afrika und den Mittleren Osten sowie Jasmin Redzepovic vom BHI-Hauptsitz in Genf teil.

Den BHI-Mitgliedsgewerkschaften der Region ist es in den vergangenen zwei Jahren gelungen, ihre Kapazitäten bei der Organisierung, Verhandlungsführung sowie ihre Strategien im Hinblick auf eine größere politische Einflussnahme zu verbessern.

So finden am 28. April dieses Jahres, im Kontext des Tages der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Aktionen zum Thema statt. Darüber hinaus werden an den Arbeitsplätzen Kampagnen zur Thematik der Forstzertifizierung durchgeführt. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, werden Kampagnen für Gewerkschaftsrechte stattfinden. Für den 7. Oktober, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, sind ebenfalls Aktionen geplant.

Trotz der großen Herausforderungen, mit denen zahlreiche afrikanische Länder derzeit aufgrund wirtschaftlicher, sozialer und politischer Ebene konfrontiert sind, konnten die Gewerkschaften ihre Mitgliedszahlen um mehr als 20.000 Mitglieder erhöhen. Dies erfolgte durch die Organisierung von Arbeitnehmern in chinesischen multinationalen Unternehmen sowie im Kontext großer öffentlicher Infrastrukturprojekte.

Auch unter den Arbeitnehmern im Zement- und Baumaterialien- sowie im Holz- und Forstsektor ist ein Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Am Ende des Jahres 2016 hatten die BHI-Mitgliedsorganisationen 74 Tarifabkommen mit über 200 multinationalen Gesellschaften, darunter 137 chinesischen Unternehmen, unterzeichnet. Darüber hinaus hat die Teilnahme von Frauen und jungen Menschen an Gewerkschaftsaktivitäten und ihre Einbindung in deren Strukturen erheblich zugenommen.

Auf der Grundlage der im Rahmen des vergangenen Projektes erzielten Ergebnisse sowie unter Abwägung seiner Schwachstellen wurden Maßnahmen für ein neues Fünfjahresprojekt ausgearbeitet. Darunter befinden sich Vorschläge für innovative Methoden und Ansätze, die den Erfolg des neuen Projektes sicherstellen sollen.

Niklas Enstrom von der schwedischen BHI-Mitgliedsorganisation STBF sprach allen Teilnehmern sowie den Mitarbeitern der BHI sein Lob aus.

Die BHI dankte ihrerseits dem Projektteam, der Gewerkschaft SBTF und den schwedischen BHI-Mitgliedsorganisationen für ihre kontinuierliche Unterstützung von BHI-Mitgliedsgewerkschaften in Afrika und anderen Teilen der Welt.