ENGIE verpflichtet sich zur Übernahme von Covid-19-bedingter Gesundheitsfürsorge und sozialer Sicherung für die Beschäftigten des Unternehmens weltweit

29 April 2020 12:02


In Anerkennung der Tatsache, dass die globale Covid-19-Gesundheitskrise beispiellose Probleme mit sich bringt, hat der multinationale Energiekonzern ENGIE ein Programm auf den Weg gebracht, im Rahmen dessen die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt und eine Todesfallversicherung abgedeckt sind, das für alle 177.000 Beschäftigten weltweit und für alle eventuellen Todesfälle und Krankenhausaufenthalte seit Beginn der Pandemie gilt.

Die Globalen Gewerkschaftsföderationen IndustriALL Global Union, die Internationale der Öffentlichen Dienste (PSI) sowie die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI), mit der ENGIE aktuell ein internationales Rahmenabkommen (IRA) verhandelt, begrüßen und unterstützen diese wichtige Initiative. Sie würdigen anerkennend, dass ENGIE sich der Schlüsselrolle bewusst ist, die Gewerkschaften und der soziale Dialog in der aktuellen Krise spielen, damit das Unternehmen langfristig nachhaltig aufgestellt bleibt und die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen seiner Beschäftigten gewährleistet sind.

Das neue IRA mit ENGIE wird die Zusage des Unternehmens beinhalten, allen Mitarbeitern eine gemeinsame Basis für den sozialen Schutz zu garantieren; darunter fallen Elternschaft, Gesundheit, Behinderung und Tod. Dies wird über das Programm ENGIE CARE umgesetzt und für den Geschäftsbetrieb in allen Ländern gelten. Angesichts der Dringlichkeit, mit der die soziale Absicherung aller ENGIE-Beschäftigten im Kontext der Covid-19-Pandemie gewährleistet sein soll, hat sich ENGIE allerdings nun an die Globalen Gewerkschaftsföderationen gewandt, damit Teile des ENGIE CARE-Programms sofort greifen können.

„Wir begrüßen diese Initiative unseres IRA-Partners angesichts der Pandemie. Die Arbeitnehmer bezahlen einen hohen Preis und wir drängen bei ENGIE darauf, das Programm den Arbeitnehmern in aller Welt zugänglich zu machen“, so Valter Sanches, der Generalsekretär von IndustriALL Global Union.

„Die Sparpolitik hat viele Regierungen gezwungen, öffentliche Gelder für die soziale Absicherung und andere Dienstleistungen der öffentlichen Hand zu kürzen. Die Zusage von ENGIE, seinen Beschäftigten auf der ganzen Welt eine gemeinsame Basis für den sozialen Schutz zu gewährleisten, ist ein lobenswerter Beitrag, die staatlichen Maßnahmen abzurunden, wo sie existieren, und dort, wo Arbeitnehmer keinen Schutz haben, Unterstützung zu leisten. Sie zeigt allerdings auch die Notwendigkeit auf, dass Regierungen in soziale Schutzsysteme für die Bürger investieren müssen, um die sozio-ökonomischen Folgen der Covid-19-Krise abzufedern und die wirtschaftliche Erholung zu erleichtern“, sagte PSI-Generalsekretärin Rosa Pavanelli.

„Als Verhandlungspartner für unser neues internationales Rahmenabkommen haben wir uns gemeinsam dem Schutz und der Unterstützung der Arbeitnehmerrechte weltweit verpflichtet. Daher begrüßt die BHI die pro-aktive Reaktion von ENGIE auf die Situation, mit der die negativen Auswirkungen von Covid-19 auf alle Beschäftigten des Unternehmens gemindert werden sollen. Darin zeigt sich, wie wichtig es ist, auf allen passenden Ebenen die Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften anzuerkennen, damit so herausgearbeitet werden kann, was die Gesundheit, Rechte und das Wohlergehen der Beschäftigten in Gefahr bringt, und damit Maßnahmen an den Arbeitsstätten entwickelt und umgesetzt werden“, so der Generalsekretär der BHI, Ambet Yuson.

ENGIE, IndustriALL Global Union, die Internationale der Öffentlichen Dienste (PSI) sowie die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) sind entschlossen, ihren Dialog weiterzuführen und die Verhandlungen über ein IRA wieder aufzunehmen, sobald es die Situation erlaubt.

ENGIE: Erklärung zur sozialen Absicherung (EN, FR).

Press Release (EN, FR)