Schweiz: Genf protestiert gegen Lohndumping

07 June 2017 10:19


Lohndumping ist in der ganzen Schweiz auf dem Vormarsch. Der schweizerischen BHI-Mitgliedsorganisation Unia ist es nun gelungen, auf die Stadt Genf Druck auszuüben. So geht diese nun gegen Betrüger vor. Darüber hinaus wurden Vorschriften hinsichtlich Lohndumping erlassen, die über die Bundesgesetze hinausgehen. Da Genf an der Grenze zu Frankreich liegt, ist das Lohndumping hier besonders verbreitet. Die Stadt steht aufgrund der hohen Arbeitslosenrate unter besonderem Druck.

Die neue Vorschrift sieht strenge Regeln für die Auftragsuntervergabe vor. Danach ist das Hauptunternehmen sowohl für die Löhne wie auch für die Sozialversicherungsabgaben sämtlicher Subunternehmer verantwortlich. Diesen ist nicht gestattet, die Aufträge erneut weiter zu vergeben. Betrüger werden mit strengen Strafen geahndet. Darüber hinaus wird ein Sozialfonds eingerichtet, über den die Löhne von geschädigten Arbeitnehmern gezahlt werden, falls ihnen ihr Lohn nicht vom Hauptunternehmen ausgezahlt wird.

Nach Ansicht der Gewerkschaft Unia zeigen die Beispiele aus Genf und aus dem Kanton Basel-Land, dass die Vorschriften für die Arbeitsmigration verschärft werden müssen. Die Beispiele dieser beiden Kantone sollten für die Bundesverwaltung und die anderen Kantone auch einen Anreiz darstellen, ihrerseits Verbesserungen vorzunehmen.