3 December 2025

SÜDAFRIKA: WORKSHOP VERSAMMELT ARBEITNEHMER ZU DEN THEMEN ARBEITSLOSIGKEIT, PSYCHISCHE GESUNDHEIT UND GEWERKSCHAFTLICHE ORGANISIERUNG

Das Netzwerk von Gewerkschaften im Bau- und Holzverarbeitungssektor der südlichen Afrika-Region  (SACONET) hat kürzlich einen Workshop in Simbabwe abgeschlossen. Die Schulung wurde von 26 Teilnehmern (darunter 12 Frauen) besucht und brachte regionale Interessenvertreter zusammen, die sich mit den dringlichsten Herausforderungen des Bausektors auseinandersetzten, wie z. B. den hohen physischen Sicherheitsrisiken und dem zunehmenden Druck auf die psychische Gesundheit. Sie diente als eindringlicher Aufruf zum Handeln und bekräftigte, dass das Wohlergehen der Arbeitnehmer im Mittelpunkt der Nachhaltigkeit und des Wachstums der Branche stehen muss.

In der Diskussion mit dem Titel "Vom Gesetz zum Leben" wurde eine klare Rechtsgrundlage für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geschaffen, wobeidas  Recht der Arbeitnehmer auf eine sichere Umgebung hervorgehoben und internationale Instrumente wie die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 155 und 187 überprüft wurden. Die Sitzungen boten praktische Lösungen zur Entschärfung standortspezifischer Gefahren, insbesondere durch die Bekämpfung von Hitzestress. Die Teilnehmer überprüften die Kontrollhierarchie und entwickelten prägnante, durchsetzbare Klauseln für Tarifverträge, die bezahlte Ruhepausen, Beschattungssysteme und Trinkprotokolle für Arbeitnehmer im Freien vorschreiben.

Der Workshop konzentrierte sich dann auf die Bedeutung der psychologischen Sicherheit und erkannte an, dass der hohe Druck, die langen Arbeitszeiten und die Arbeitsplatzunsicherheit in der Branche Stress und Burnout fördern. Ein Arzt gab klinische Einblicke in Stress, Angst und Burnout, was zu einer aktiven Diskussion über die Notwendigkeit führte, die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz abzubauen. Den Teilnehmern wurden auch organisatorische Maßnahmen zur Verringerung von Stress an der Quelle, Schulungen für Führungskräfte und robuste Unterstützungssysteme für die Arbeitnehmer angeboten.

Abschließend diskutierten die Teilnehmer über die Herausforderungen der Arbeitsorganisation. Der Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des gewerkschaftlichen Einflusses zum Schutz der schwächsten Arbeitnehmer. Insbesondere die Konzentration auf den informellen Sektor machte deutlich, wie schwierig die Durchsetzung von Arbeitsschutzstandards in dieser großen, prekären Arbeitnehmerschaft ist. Kernstrategien für Organisierung und Schutz, die aus den Erfahrungen der Gewerkschaften mit der BWI Global Organising Academy und Organising for Power stammen, wurden umfassend vorgestelltDer SACOENT-Workshop endete mit der gemeinsamen Verpflichtung aller Beteiligten, diese integrierten Strategien aktiv umzusetzen, um über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinaus eine wirklich sichere, gesunde und nachhaltige Zukunft für alle Bauarbeiter im südlichen Afrika zu fördern.