12 December 2025

ASIEN-PAZIFIK-GEWERKSCHAFTEN VERSICHERN, DEN „SCHWEIGSAMEN MÖRDER“ AUSZUROTTEN: ITUC-AP, BHI UND APHEDA VERANSTALTEN DIE 3. REGIONALE ASBEST-KONFERENZ

Der Internationale Gewerkschaftsbund Asien-Pazifik (IGB-AP), die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) und Union Aid Abroad – APHEDA haben die dritte Regionalkonferenz zum Thema Asbest erfolgreich abgeschlossen, an der Gewerkschaftsbeauftragte, Organisationen der Zivilgesellschaft, Beschäftigte und Expert*innen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aus dem gesamten asiatisch-pazifischen Raum teilnahmen.

Die Konferenz diente als wichtige Plattform, um der regionalen Kampagne für ein vollständiges Verbot aller Formen von Asbest, einschließlich Chrysotil, neuen Schwung zu verleihen und Strategien für einen gerechten Übergang für die betroffenen Beschäftigten und Gemeinschaften zu stärken.

Mehr als 35 Teilnehmende aus der gesamten Region tauschten sich im Rahmen der Diskussion über die Herausforderungen der nationalen Interessenvertretung, gerichtliche Auseinandersetzungen mit der Industrie und die Erkenntnisse aus den Ländern aus, in denen Asbest trotz seiner nachgewiesenen Gesundheitsrisiken weiterhin verbreitet ist.

In einer Sitzung mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) wurde untersucht, wie die Anerkennung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz als Grundrecht durch die IAO genutzt werden kann, um nationale Asbestverbote zu beschleunigen und die Ratifizierung wichtiger Arbeitsschutzübereinkommen voranzutreiben. Im Rahmen eines Dialogs mit der Asiatischen Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) wurden auch deren kürzlich verabschiedete Schutzmaßnahmen, die jegliche Form von Asbest in von der ADB finanzierten Infrastrukturprojekten verbieten, sowie der Plan für deren Umsetzung überprüft.

Eine Sondersitzung mit dem malaysischen Industriehygieneverband (Malaysian Industrial Hygiene Association, MIHA) bot einen wichtigen Austausch über die Rolle von Fachkräften für Industriehygiene beim Schutz von Beschäftigten, einschließlich Wanderarbeiter*innen, vor gefährlichen Expositionen. Angesichts der Verpflichtung Malaysias, Asbest schrittweise abzubauen und schließlich zu verbieten, forderten die Teilnehmenden die Regierung auf, rasch nationale Kapazitäten für die sichere Handhabung, Entfernung und Entsorgung von Asbest-Altlasten aufzubauen.

Die Konferenz schloss mit einem einstimmigen Aufruf an alle Regierungen im asiatisch-pazifischen Raum:

* Der Abbau, die Einfuhr und die Verwendung aller Formen von Asbest, einschließlich Chrysotil, müssen verboten werden,
* multinationale Unternehmen und Finanzinstitute müssen für die Verwendung von Asbest in ihren Lieferketten zur Rechenschaft gezogen werden und
* es müssen industriepolitische Maßnahmen verabschiedet werden, die einen gerechten Übergang zu asbestfreien Alternativen ermöglichen und sicherstellen, dass der Lebensunterhalt der Beschäftigten während dieses Wandels geschützt wird.