4 December 2025

BHI SCHLIESST SICH DEM EUROPÄISCHEN AUFRUF ZU FAIRER ARBEIT IN DER WOHNUNGSBAUWENDE AN UND MOBILISIERT BESCHÄFTIGTE FÜR DEN KLIMASCHUTZ AUF DER BERLINER KONFERENZ

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) hat sich einer Koalition europäischer Gewerkschaften und zivilgesellschaftlicher Organisationen angeschlossen und einen gemeinsamen Appell im Rahmen der Kampagne Build Better Lives unterzeichnet, in dem die Europäische Kommission aufgefordert wird, dafür zu sorgen, dass der bevorstehende Europäische Plan für erschwinglichen Wohnraum (European Affordable Housing Plan, EAHP) und die Europäische Strategie für den Wohnungsbau (European Strategy for Housing Construction, ESHC) die Beschäftigten in den Mittelpunkt der europäischen Wohnungsbau- und Klimawende stellen. In der gemeinsamen Erklärung wird die EU nachdrücklich aufgefordert, öffentliche Mittel an strenge Arbeitsrechte, sicherere Arbeitsplätze, faire Einstellungsbedingungen, Beschränkungen für die Vergabe von Unteraufträgen und umfangreiche Investitionen in Qualifikationen zu knüpfen – Bedingungen, die als wesentlich für die Erreichung der europäischen Wohnungsbau- und Klimaziele gelten.

Die in dem Brief formulierten Forderungen spiegeln die Bedenken wider, die nur wenige Wochen zuvor auf der Europäischen Konferenz der BHI zu einem gerechten Übergang in der bebauten Umwelt in Berlin geäußert wurden. BHI-Mitglieder hatten betont, dass Europa nicht Millionen erschwinglicher, energieeffizienter Wohnungen bauen kann, ohne die seit langem bestehenden Probleme im Bausektor anzugehen: Hitzestress und Risiken im Bereich Arbeitsschutz, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden, sowie Arbeitskräftemangel aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen, fragmentierter Untervergabeketten sowie aufgrund des Ausschlusses migrierter und entsandter Beschäftigter von fairer Behandlung und sicherer Beschäftigung.

In den Sitzungen zu den Themen Klimaanpassung, Qualifikationen, sauberes Bauen und Wohnen betonten die Mitglieder, dass Klimagerechtigkeit untrennbar mit Arbeitsgerechtigkeit verbunden ist. Sie forderten Wohngerechtigkeit, direkte Arbeitsplätze, eine konsequente Durchsetzung, arbeitnehmerorientierte Qualifizierungsstrategien und die Beteiligung der Gewerkschaften an jeder Phase des Übergangs, von der Planung bis zur Umsetzung am Arbeitsplatz. Auf der Konferenz in Berlin wurde auch die Notwendigkeit stärkerer Mechanismen auf EU-Ebene unterstrichen und die Forderung des Schreibens nach einer besseren grenzüberschreitenden Durchsetzung aufgegriffen.

Mit der Unterstützung des Appels von Build Better Lives stärkt die BHI ein wachsendes europaweites Bündnis, das sich dafür einsetzt, dass der Wandel im Wohnungswesen zu besseren Wohnungen und besseren Arbeitsplätzen führt. „Da Europa mit einer kombinierten Wohnungs-, Klima- und Lebenshaltungskostenkrise konfrontiert ist, bestehen die BHI und ihre Mitgliedsgewerkschaften darauf, dass diese Wende die Rechte, Löhne und die Sicherheit der Beschäftigten, die sie ermöglichen, verbessern muss“, so Geneviève Kalina, BHI-Regionalvertreterin für Europa.

Die Botschaft aus Berlin und Brüssel ist klar: Öffentliche Gelder müssen dem Gemeinwohl dienen, und ein fairer, grüner Übergang kann nur gelingen, wenn er die Menschen schützt und fördert, die Europas Zukunft gestalten.