8 March 2026

Erklärung der BHI zum Internationalen Frauentag 2026: Kein Rückschritt bei gleichberechtigten und sicheren Arbeitsplätzen

Anläßlich des Internationalen Frauentags (IWD) 2026 bekräftigt die BHI ihr unerschütterliches Engagement für Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte und demokratische Arbeitsplätze und ruft ihre Mitgliedsorganisationen weltweit dazu auf, sich entschlossen und geschlossen für die Förderung der Frauenrechte an jedem Arbeitsplatz und in jeder Gemeinde einzusetzen.

Seit ihrer Gründungsversammlung steht die BHI an der Spitze des Kampfes für die Gleichstellung der Geschlechter, indem sie Barrieren abbaut, die Führungsrolle von Frauen stärkt und Diskriminierung in historisch männerdominierten Sektoren bekämpft. Heute muss dieses Engagement mehr denn je in mutige und konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, die die Stimme, die Handlungsfähigkeit und die Macht der Frauen in unserer Bewegung und in der Gesellschaft stärken.

Weltweit werden hart erkämpfte Errungenschaften zurückgedrängt, da Arbeitsschutzstandards geschwächt und Mechanismen der Rechenschaftspflicht untergraben werden. Gewalt und Belästigung werden normalisiert, Meldesysteme ausgehöhlt, und Frauen, die sich zu Wort melden, müssen eher mit Vergeltungsmaßnahmen als mit Gerechtigkeit rechnen. In den Sektoren der BHI ist geschlechtsspezifische Gewalt kein Zufallsprodukt, sondern in strukturellen Machtungleichgewichten verwurzelt, die sich in Unterauftragsketten, Informalität, Arbeitsmigration und dem Ausschluß von Entscheidungsprozessen manifestieren.

Doch in einer Zeit zunehmender Anti-Gender-Bewegungen und spaltender Rhetorik kämpfen die Frauen in den BHI-Mitgliedsorganisationen weiter für ihre Rechte und eine gleichberechtigte Zukunft. In Argentinien organisieren sich Frauen, um Gewalt und Belästigung im Bauwesen zu bekämpfen. In der Ukraine überwinden sie Barrieren, erwerben neue Fähigkeiten und bauen ihr Land wieder auf. In Simbabwe stehen sie an der Spitze des Kampfes gegen Asbest und für sichere Arbeitsplätze. In Indien fordern sie ihren Platz in einem gerechten Wandel ein und sichern sich Qualifikationen sowie Zugang zu grünen Arbeitsplätzen. In allen Regionen warten die Frauen in den BHI-Sektoren nicht auf Veränderungen – sie treiben sie voran.

Dieser Kampf geht über die Rechte der Frauen hinaus; er betrifft die Rechte und die Würde aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Am Internationalen Frauentag (IWD) 2026 erklärt die BHI: Es darf keinen Rückschritt bei der Gleichstellung und Sicherheit am Arbeitsplatz geben. Unter den Slogans:

KEIN RÜCKSCHRITT BEI GLEICHBERECHTIGTEN UND SICHEREN ARBEITSPLÄTZEN
„Gewaltprävention ist Arbeitsschutz“

werden wir unsere kollektiven Aktionen intensivieren. Wir werden an Arbeitsplätzen und auf den Straßen mobilisieren. Wir werden strengere Gesetze, eine wirksame Durchsetzung sowie ausreichend ausgestattete Arbeitsinspektions- und Justizsysteme fordern. Wir werden Mißbrauch aufdecken, Systeme infrage stellen, die Verstöße ungehindert zulassen, und auf Rechenschaftspflicht bestehen.

Wir werden keine Einschränkung der Frauenrechte akzeptieren.

Wir setzen uns für die gleichberechtigte Teilhabe, Führungsrolle und Mitsprache von Frauen an jedem Arbeitsplatz ein – und wir organisieren uns, um dies zu verwirklichen.