20 March 2026
EIN GEMEINSAMER VORSTOSS: DAS UNION-TO-UNION-PROJEKT SÜDAFRIKA KOMMT IN GANG
Die Startveranstaltung des Länderprojekts für Südafrika, die vom 9. bis 12. März 2026 in Johannesburg stattfand, war ein wichtiger Meilenstein dafür, einen transformativen Umsetzungszyklus 2026 politisch zu verankern und strategisch einzuleiten. An der Mission nahmen eine Delegation von Union to Union (UtoU) teil, vertreten durch den Generalsekretär Lennart Reinius und den Programmbeauftragten Reuben Wågman, die schwedische Elektrikergewerkschaft (SEF), vertreten durch Mitglied Jonas Eriksson, das Regionalpersonal der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) sowie ihre beiden Mitgliedsverbände, die National Mineworkers Union (NUM) und die Building Construction and Allied Workers Union (BCAWU).
Bei den Gesprächen wurden die sich verändernde politische, wirtschaftliche und arbeitsrechtliche Situation in Südafrika untersucht und die gemeinsamen Projektziele festgesetzt, die in Zusammenarbeit mit den globalen Gewerkschaftsföderationen Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD) und Internationale Gewerkschaft der Nahrungsmittelarbeiter (IUL) verfolgt werden sollen. Insgesamt zielt das Projekt auf die Stärkung der Gewerkschaftsstrukturen, -funktionen und -kapazitäten ab, während gleichzeitig Frauen und Jugendliche aktiv in Führungsrollen und in die Mitwirkung einbezogen werden sollen. Wir haben effiziente Verwaltungsabläufe in den Bereichen Führung und Finanzen ausgearbeitet.
Zusätzlich zu den Gesprächen führten die BHI, NUM, UtoU und SEF eine Besichtigung des AfriSam-Zementwerks in Roodepoort durch. Die Delegation nahm den unterzeichneten Tarifvertrag zwischen der NUM und der Unternehmensleitung sowie die laufenden Bemühungen zur Senkung der CO2-Emissionen im Einklang mit den Regierungszielen zur Kenntnis. Der Besuch war besonders beeindruckend, da er aus erster Hand einen Einblick in die komplexen Abläufe eines der ältesten und bedeutendsten Industriezentren der Region bot. Über die technischen Aspekte hinaus wurde bei dem Einsatz auch die reife und solide Arbeitsbeziehung zwischen NUM und dem Management hervorgehoben. Dieser Geist der Zusammenarbeit diente als praktischer Beweis für die wichtigsten Werte des Projekts – sozialer Dialog und gegenseitiger Respekt – und zeigte, dass starke Beziehungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern nicht nur möglich, sondern für die industrielle Stabilität unerlässlich sind.
Der einwöchige Einsatz endete mit einer Nachbereitung der Delegation und einer abschließenden Zusammenfassung der Entscheidungen, um aus dem strategischen Rahmen des Projekts eine aktive operative Realität zu machen. In diesen Abschlusssitzungen wurden die Zuständigkeiten und Zeitpläne für die kommenden Monate bestätigt.
Der offizielle Start des Projekts ist für die letzte Märzwoche bis April 2026 angesetzt. Damit ist das Projekt administrativ und politisch vollständig abgestimmt und kann ab sofort durch einen einheitlichen, sektorübergreifenden Ansatz messbare Ergebnisse für die Beschäftigten im südafrikanischen Baugewerbe und in verwandten Sektoren erzielen.