25 May 2026
PHILIPPINEN: EINSTURZ EINES GEBÄUDES LÖST ERNEUTE FORDERUNG NACH ARBEITSSICHERHEIT UND RECHENSCHAFT AUS
(Foto: Jire Carreon/ Rappler)
Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) bekundet ihre tiefste Solidarität mit den Arbeitnehmern, Familien und Rettungskräften, die vom Einsturz eines neunstöckigen Gebäudes in Angeles City, Pampanga auf den Philippinen betroffen sind. In einer am 25. Mai veröffentlichten Erklärung teilte der BHI-Mitgliedsverband National Union of Building and Construction Workers (NUBCW) mit, dass sich Berichten zufolge mehrere Arbeiter im Inneren oder in der Umgebung der Baustelle ausruhten, als das Gebäude kurz vor Tagesanbruch plötzlich einstürzte, wobei zahlreiche Arbeiter unter den Trümmern ums Leben kamen, verletzt wurden oder immer noch vermisst werden.
Die NUBCW hob hervor, dass Bauschaffende nach wie vor zu den am stärksten gefährdeten Berufsgruppen des Landes gehören und oft gezwungen sind, erschöpfende Arbeitszeiten, unzureichende Einrichtungen und enormen Druck zur Einhaltung von Projektfristen zu ertragen. Die Gewerkschaft erklärte, die Tragödie spiegelt das anhaltende Versagen wider, das sich darin äußert, dass der Profit über die Sicherheit der Arbeiter gestellt wird. Die Rettungsarbeiten dauern an und die Familien warten voller Sorge auf Nachricht über ihre Angehörigen. Die Gewerkschaft unterstrich zudem, dass kein Arbeiter sein Leben verlieren darf, nur weil er versucht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Die Gewerkschaft forderte eine umfassende, transparente und unabhängige Untersuchung des Einsturzes, einschließlich der Rechenschaftspflicht aller verantwortlichen Parteien. Sie forderte außerdem sofortige finanzielle, medizinische und psychologische Hilfe für die betroffenen Arbeitnehmer und ihre Familien, die strikte Durchsetzung der Arbeitsschutzstandards nach philippinischem Recht, eine strengere Regulierung der Vergabe- und Untervergabepraktiken in der Bauindustrie sowie strafrechtliche, zivilrechtliche und verwaltungsrechtliche Rechenschaftspflicht für diejenigen, die bei der Gewährleistung der Sicherheit der Arbeiter fahrlässig gehandelt haben.