1 June 2026

KfW UND BHI VERSTÄRKEN ZUSAMMENARBEIT DURCH GEMEINSAMEN WORKSHOP UND DELEGATIONSREISE NACH KENIA

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) haben ihre Zusammenarbeit im Bereich Arbeitnehmerrechte sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OHS) durch einen gemeinsamen Workshop am 27. Mai 2026 in der KfW-Zentrale in Frankfurt weiter verstärkt. Der Workshop erfolgte im Nachgang zu einer kürzlich durchgeführten gemeinsamen Delegationsreise zum Straßenbauprojekt Kitale–Morpus in Kenia.

An diesem Workshop nahmen Vertreter der BHI und der KfW teil, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Ansätze zur Überwachung von Arbeitsnormen und Arbeitssicherheit in von internationalen Finanzinstitutionen (IFI) finanzierten Infrastrukturprojekten weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die stärkere Etablierung von Instrumenten zur Bewertung der Arbeitsbedingungen, die Verbesserung der Arbeitnehmerbeteiligung sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Finanzinstituten, Auftragnehmern und Projektbeteiligten.

Ein wesentlicher Teil des Workshops widmete sich der jüngsten Delegationsreise zum von der KfW finanzierten Straßenbauprojekt Kitale–Morpus, das von der Kenya National Highways Authority (KeNHA) durchgeführt wird. Während der Begehung führten die BHI und ihr Mitgliedsverband, die Kenya Building, Construction, Timber and Furniture Industries Employees Union (KBCTFIEU), Gespräche mit Arbeitnehmern und Projektbeteiligten, um die Arbeitsbedingungen vor Ort zu überprüfen. Mehr als 300 Beschäftigte des Projekts sind über die KBCTFIEU im Rahmen einer Anerkennungsvereinbarung mit dem Auftragnehmer, der Chongqing International Construction Corporation (CICO), organisiert.

Der gemeinsame Besuch bot eine wichtige Gelegenheit für den direkten Austausch mit den Beschäftigten und den Projektbeteiligten über Arbeitsschutz, Beschwerdemechanismen, das Wohlergehen der Beschäftigten und die Arbeitnehmervertretung. In den Gesprächen wurden mehrere Bereiche deutlich, in denen aufmerksames Handeln und Verbesserungen wichtig sein werden, um die Umsetzung der Arbeitsnormen weiter zu stärken und die Vereinigungsfreiheit auf Projektebene zu festigen.

Die im Rahmen der Delegationsreise gemachten Beobachtungen wurden später bei einer Sitzung mit mehreren Interessensträgern erörtert, an dem Vertreter der BHI, der KfW, der KeNHA, des Auftragnehmers, von Beratern und zivilgesellschaftlichen Organisationen teilnahmen. Der Austausch konzentrierte sich auf konstruktive Maßnahmen, mit denen die Einhaltung von Arbeitsnormen gefördert, die Praxis am Arbeitsplatz verbessert und Systemen zum Schutz der Rechte und des Wohlergehens der Arbeitnehmer geschützt werden sollen.

Der Workshop in Frankfurt endete mit der Zusage von BHI und KfW, gemeinsame Lerninitiativen und Arbeitsstättenbegehungen fortzusetzen, um weltweit menschenwürdige Arbeit und die Sicherheit auf Baustellen anzustreben.