28 May 2026
BHI-MITGLIEDSVERBÄNDE FÜHREN ERSTE GEMEINSAME INSPEKTIONSBESUCHE ZU BESCHÄFTIGUNG UND ARBEITSSCHUTZ IM RAHMEN DER FIFA-WM 2026 IN NORDAMERIKA DURCH
Während die Vorbereitungen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 auf Hochtouren laufen, haben die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) und ihre Mitgliedsorganisationen die ersten gemeinsamen Inspektionsbesuche abgeschlossen, die durch das im Oktober 2025 unterzeichnete Kooperationsabkommens zwischen BHI und FIFA vorgesehen sind.
Eine Woche lang besuchten internationale Delegationen WM-bezogene Baustellen in ganz Nordamerika, namentlich in Mexiko-Stadt, Vancouver und Los Angeles, an denen Gewerkschaftsvertreter und Arbeitsschutz-Experten von Mitgliedsverbänden aus Mexiko, den Vereinigten Staaten, Kanada, Brasilien, Panama, Guatemala, Italien und dem Vereinigten Königreich beteiligt waren.
Im Mittelpunkt der Delegationsbesuche standen Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Präventionssysteme sowie die Einbindung der Arbeitnehmer im Zusammenhang mit den Bausstellen für das Turnier und den temporären Infrastrukturarbeiten für Mega-Sportveranstaltungen. In allen drei Ländern traten die Mitgliedsverbände in direkten Kontakt mit Arbeitnehmern, Auftragnehmern, Vertretern der Veranstaltungsorte und FIFA-Funktionären und tauschten dabei Erfahrungen über gewerkschaftliche Aufbauarbeit und Arbeitsschutz über Regionen und Sektoren hinweg aus.
„Diese Besuche sorgen dafür, dass die Vereinbarung nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch umgesetzt wird“, sagte BHI-Generalsekretär Ambet Yuson. „Das aktive Engagement der Gewerkschaften vor Ort ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer, die die Weltmeisterschaft ermöglichen, sichere Arbeitsplätze haben und dass ihre Rechte geachtet werden.“
Die Begehungen machten zudem zwei zentrale Herausforderungen im Vorfeld des Turniers deutlich: Einheitlichkeit und Zukunftwert. Da die Arbeiten unter verschiedenen rechtlichen, betrieblichen und vertraglichen Rahmenbedingungen stattfinden, muss unbedingt sichergestellt sein, dass Arbeitsnormen und Erwartungen an die Arbeitssicherheit an allen Standorten einheitlich angewendet werden.
Gleichzeitig wurde noch einmal bekräftigt, dass die Standards, Präventionssysteme und die Sicherheitskultur, die im Umfeld der FIFA-Aktivitäten gefördert werden, ein bleibendes Vermächtnis über das Turnier selbst hinaus hinterlassen sollten – sowohl in den Austragungsstädten als auch in der Art und Weise, wie künftige FIFA-Weltmeisterschaften und große Sportveranstaltungen mit Arbeitsrechten und dem Schutz der Arbeitnehmer umgehen.
Die Inspektionsbesuche waren als Teil eines Prozesses der Einbindung und Verbesserung des Schutzes der Arbeitnehmerrechte im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 konzipiert. Für die BHI und ihre Mitgliedsorganisationen zeigten die Besuche, wie wichtig die Präsenz der Gewerkschaften und die internationale Solidarität sind, um die Arbeitsnormen vor Ort im Vorfeld des Turniers und darüber hinaus zu stärken.