15 July 2026
KENIA: BHI-MITGLIEDSGEWERKSCHAFTEN KÄMPFEN FÜR SICHERERE ARBEITSBEDINGUNGEN UND DRÄNGEN AUF KLIMAGERECHTIGKEIT
Fünf BHI-Mitgliedsverbände in Kenia haben vom 8. bis 10. Juli 2026 in Nairobi einen dreitägigen Schulungsworkshop organisiert, an dem 39 Beauftragte für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OHS) teilnahmen, darunter 11 Frauen. Der im Rahmen des „Union-to-Union“-Projekts unterstützte Workshop hatte zum Inhalt, die Fähigkeiten der Gewerkschaftsvertreter zu stärken, damit diese in der Lage sind, sich für sicherere Arbeitsplätze einzusetzen und Klimagerechtigkeit zu fördern.
Die Teilnehmenden erhielten praktische Schulungen zu Arbeitsschutzinspektionen vor Ort, zu nationalen und internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen für Arbeitsschutz, zur Entwicklung von Arbeitsschutzrichtlinien im Betrieb sowie zur entscheidenden Rolle der Gewerkschaften beim Schutz der Gesundheit und des Wohlergehens der Beschäftigten. Die Schulungen vermittelten den Teilnehmenden das notwendige Wissen und die Fähigkeiten, um sich für strengere Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz einzusetzen und die Einhaltung von Arbeitsschutzstandards sicherzustellen.
Zur Eröffnung des Workshops betonte Julius Maina, Generalsekretär der Gewerkschaft der Beschäftigten im Bau-, Holz- und Möbelgewerbe Kenias (KBCTFIEU), dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz über die Politik hinaus in die tägliche Praxis am Arbeitsplatz umgesetzt werden müssen. Er hob hervor, dass kein Arbeitnehmer bei der Ausübung seiner Erwerbstätigkeit sein Leben verlieren, eine dauerhafte Behinderung davontragen oder vermeidbare Berufskrankheiten entwickeln sollte.
Der Regionalvertreter der BHI für Afrika und den Nahen Osten bekräftigte, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein grundlegendes Recht der Arbeitnehmer seien, und forderte die Gewerkschaften auf, sich weiterhin an vorderster Front für sichere und gesunde Arbeitsumgebungen einzusetzen.
Ein Schwerpunkt des Workshops lag auf Klimagerechtigkeit und Hitzebelastung, wobei auf die wachsenden Risiken für Arbeitnehmer hingewiesen wurde, deren berufliche Tätigkeit unter freiem Himmel stattfindet. Die Teilnehmer erörterten, wie Tarifverhandlungen genutzt werden können, um einen stärkeren Schutz vor klimabedingten Gefahren zu gewährleisten. Der Workshop endete mit einem erneuten Bekenntnis zum Aufbau sicherer, gesünderer und widerstandsfähigerer Arbeitsplätze für alle Arbeitnehmer.