24 July 2026

PHILIPPINEN: WICHTIGER SCHRITT GEGEN ASBESTBEDINGTE ERKRANKUNGEN

Die Philippinen haben offiziell den Nationalen Rahmenplan zur Prävention asbestbedingter Erkrankungen vorgestellt – ein Meilenstein, der beim Asbestos-Related Diseases Forum 2026 Regierungsbehörden, Gewerkschaften, Ärzte, Forscher, die Zivilgesellschaft und internationale Partner unter einem Dach zusammenbrachte. Das Thema der Veranstaltung brachte es auf den Punkt: „Für eine bessere Politik, Überwachung und Versorgung im Kontext asbestbedingter Erkrankungen auf den Philippinen.“

Für Arbeitnehmer und ihr Umfeld, die seit langem mit den Risiken einer Asbestexposition leben, bietet dieser Rahmen konkrete Maßnahmen: einen koordinierten Plan, der auf besserer Überwachung, strengeren Vorschriften, stärkeren Gesundheitsdiensten, fortlaufender Forschung und einem echten Vorstoß hin zu sichereren Alternativen basiert. Im Mittelpunkt steht eine einfache, aber wichtige Erkenntnis: Es gibt keine unbedenkliche Asbestexposition, und um dieses Problem anzugehen, müssen alle zusammenarbeiten – nicht nur eine Behörde allein.

Das Gesundheitsministerium übernimmt hierbei die Leitung, wird bei dieser Aufgabe jedoch nicht alleine sein . Es arbeitet mit dem Ministerium für Arbeit und Beschäftigung (DOLE), dem Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (DENR), dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Straßenbau (DPWH) sowie dem Ministerium für Handel und Industrie (DTI) zusammen und wird dabei von Kommunalverwaltungen, Arbeitnehmerorganisationen, akademischen Einrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), sowie Union Aid Abroad–APHEDA unterstützt. Gemeinsam wurden sechs Schwerpunktbereiche festgelegt: Gesetzgebung und Regulierung, Überwachung und Datensysteme, Kapazitäten des Gesundheitswesens, Risikokommunikation und Interessenvertretung, Forschung und Innovation sowie industrieller Wandel.

Das Ziel ist klar: Auf den Philippinen soll niemand mehr durch Asbest erkranken. Das bedeutet, die Exposition an Arbeitsplätzen und in Gemeinden zu beenden, stärkere Systeme zur Erfassung und Meldung von Fällen aufzubauen, Erkrankungen früher zu erkennen, in Forschung und Innovation zu investieren und sicherzustellen, dass die von diesem Wandel betroffenen Arbeitnehmer und Branchen dabei nicht alleingelassen werden.
Während des gesamten Forums tauschten sich Experten aus den Philippinen und dem Ausland darüber aus, was anderswo funktioniert – von den weltweiten Fortschritten bei der Asbestbeseitigung über Arbeitsschutzvorschriften und sicherere Ersatzstoffe bis hin zur Rolle, die Entwicklungsinstitutionen bei der Unterstützung asbestfreier Maßnahmen spielen können. Den Höhepunkt des Forums bildete die Präsentation des Nationalen Rahmenwerks und die Unterzeichnung einer Erklärung, in der sich die Beteiligten dazu verpflichten, die Ärmel hochzukrempeln und das Rahmenwerk in die Tat umzusetzen – für die Arbeitnehmer, für deren Umfeld und für künftige Generationen.

Dieser Meilenstein ist ein echter Wendepunkt für den Arbeits- und Umweltschutz auf den Philippinen. Indem Regierung, Gewerkschaften, Industrie, medizinische Fachkräfte und internationale Partner nun an einem Strang ziehen, verfügt das Land über eine gemeinsame Strategie zur Prävention asbestbedingter Erkrankungen und zur Schaffung sicherer, gesünderer Arbeitsplätze für alle.