16 July 2026

BRAND AUF DER BAUSTELLE DES OXY-TURMS IM ZENTRUM VON BRÜSSEL

Die belgische BHI-Mitgliedsorganisation ACV-BIE berichtet, dass sechs Arbeitnehmer am 14. Juli 2026 bei einem Brand auf der OXY-Tower-Baustelle in Brüssel ihr Leben verloren haben. Rund 250 Bauschaffende mussten von der Baustelle evakuiert werden. Die BHI bekundet den belgischen Arbeitnehmern, ihren Familien und den Gewerkschaftsorganisationen in diesen schweren Zeiten ihre Solidarität.

Unter den verstorbenen Arbeitern waren fünf Belgier, darunter ein Elektriker marokkanischer Herkunft, sowie ein rumänischer entsandter Beschäftigter. Die Arbeitnehmer waren zwischen 23 und 46 Jahre alt. Vier von ihnen arbeiteten für denselben Subunternehmer der zweiten Ebene.

Das Gebäude wurde gerade renoviert. Zum Zeitpunkt des Brandes wurde dort gearbeitet, da der Baustellenbetrieb während der Sommerpause nicht unterbrochen werden sollte. Es scheint, dass sich ein Feuer zunächst auf einen Aufzugsschacht ausbreitete, bevor es außer Kontrolle geriet und auf die unteren Stockwerke übergriff.

Die Arbeiter auf der Baustelle befolgten die Evakuierungsanweisungen. Sie standen unter starkem Schock und wurden umgehend medizinisch und psychologisch betreut.
Dieser Brand macht einmal mehr deutlich, dass Sicherheit und Wohlergehen am Arbeitsplatz oberste Priorität haben müssen.

In den ersten Stunden nach dem Brand begaben sich Gewerkschaftsvertreter zur Baustelle, um die Arbeiter zu unterstützen und festzustellen, was sie brauchen. Der belgische König und der Ministerpräsident, die ebenfalls vor Ort waren, lobten die bemerkenswerte Arbeit der Rettungskräfte, die unter besonders schwierigen Umständen rasch eingegriffen hatten.

Die beteiligten Gewerkschaftsorganisationen stehen den Beschäftigten und ihren Familien während der laufenden Ermittlungen, die die Brandursache klären sollen, weiterhin zur Seite.

Am 17. Juli um 11 Uhr findet eine Gedenkfeier der Gewerkschaften statt.

Die Mitarbeiter von ENGIE hatten vor, in wenigen Monaten in den OXY Tower umzuziehen. Mit dem Gebäude sollte das Ziel von ENGIE verfolgt werden, bis 2045 CO₂-Neutralität zu erreichen, indem modernste Energieeffizienztechnologien sowie die lokale Erzeugung erneuerbarer Energie durch Solaranlagen und Ökostrom zum Einsatz kommen.

Die Cordeel-Gruppe ist der Hauptauftragnehmer auf der Baustelle.