30 September 2026

ZEHNTAUSENDE GEHEN IN DER SCHWEIZ AUF DIE STRASSE, UM IM BEREICH KLIMAPOLITIK DEN DRUCK ZU ERHÖHEN

Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) steht den Beschäftigten und Klimaaktivist*innen bei ihrem Einsatz für konkrete Maßnahmen zur Seite.

In der Schweiz schlossen sich mehr als 40.000 Menschen der Initiative „Pas d'étés à 50 °C!“ („Keine Sommer mit 50 Grad!“) gegen die extreme Hitze an, die die BHI gemeinsam mit ihrer Schweizer Mitgliedsorganisation UNIA unterstützte. Da in den kommenden Wochen weitere Demonstrationen geplant sind, ist dies erst der Anfang.

„Diese Mobilisierung in der Schweiz zeigt, dass die Klimakrise ein dringendes Thema für alle Menschen in allen Ländern ist“, sagte Ambet Yuson, Generalsekretär der BHI, dazu. „Beschäftigte – insbesondere in unseren Branchen – werden ohne durchsetzbare Schutzmaßnahmen gegen extreme Hitze als Erste darunter leiden.“

Die Umfrage der UNIA in diesem Sommer hat genau das gezeigt: Acht von zehn Schweizer Baustellen halten sich nicht an die Vorschriften zum Schutz der Beschäftigten vor extremer Hitze.“

Die Proteste zählen mittlerweile zu den größten Klimademonstrationen der letzten Jahre in der Schweiz.

Teil eines größeren Kampfes: Beschäftigte an vorderster Front im Kampf gegen die Hitze 

Der Bericht „Adapting to the Heat“ („Anpassung an die Hitze“) der BHI beschreibt gesetzliche Maßnahmen, Bestimmungen in Tarifverträgen, Entschädigungsregelungen und Initiativen am Arbeitsplatz, die Beschäftigte weltweit vor extremer Hitze schützen sollen.

Der Zusammenhang zwischen der Klimakrise und den Arbeitnehmerrechten spielt bei dieser Mobilisierung eine zentrale Rolle. Die aktuellen Entwicklungen in der Schweiz sind Teil eines weltweiten Trends hin zu heißeren, längeren und häufigeren Hitzewellen, und Belegschaften überall spüren die Hitze.

Die BHI unterstützt zudem eine grenzüberschreitende Initiative gemeinsam mit dem PECO-Institut, in deren Rahmen Bau- und Forstarbeiter*innen der deutschen IG BAU, der österreichischen Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und der UNIA zusammenkommen, um einen gerechten ökologischen Wandel der Branche mitzugestalten.

Die Mobilisierung ist erst der Anfang

Die Organisatoren haben deutlich gemacht, dass diese ersten Proteste nur den Auftakt einer anhaltenden landesweiten Kampagne bilden, mit der der Klimanotstand ganz oben auf die politische Tagesordnung gesetzt werden soll.

Die BHI steht der UNIA und ihren Mitgliedern im Zuge der sich ausweitenden Kampagne zur Seite und ruft die Mitgliedsorganisationen, Verbündeten und die gesamte Gewerkschaftsbewegung dazu auf, den Druck im Kampf für Klimagerechtigkeit aufrechtzuerhalten.

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