27 January 2026

STRATEGISCHER DIALOG ZWISCHEN BWI UND DER ZUSAMMENARBEIT DER FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG MIT DEM GEWERKSCHAFTSBUND IN AFRIKA (FES-TUCC): SCHAFFUNG EINER REGIONALEN ARBEITERRECHTLICHKEIT UND EINES GERECHTEN WANDELS FÜR 2026

Der Regionalvertreter der BWI für Afrika und des Nahen Osten, Garikanai Shoko, und der regionale Bildungsbeauftragte der BWI, Boitumelo Tsotetsi, veranstalteten am 21. Januar 2026 ein strategisches Treffen im Regionalbüro der globalen Gewerkschaft in Johannesburg mit Alexander Geiger, Direktor, und Bethuel Maserumule, Projektmanager, beide vom Gewerkschaftskompetenzzentrum (TUCC) der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Im Mittelpunkt des Dialogs stand die aktuelle regionale Lage, wobei analysiert wurde, wie sozioökonomische Veränderungen und politische Entwicklungen das Arbeitsumfeld in Afrika und im Nahen Osten neu gestalten.

Beide Organisationen tauschten sich über ihr Verständnis der drängenden Probleme aus, mit denen die Arbeiter in der Region konfrontiert sind, insbesondere über die groben Verletzungen der Arbeiterrechte in multinationalen Unternehmen, die Notwendigkeit klimaresistenter Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz und die Auswirkungen der geopolitischen Veränderungen in Europa. Im Mittelpunkt des Dialogs stand ferner das bevorstehende Forum der Globalen Gewerkschaftsföderation (GUF), bei dem die Notwendigkeit betont wurde, die regionalen Arbeitsprioritäten aufeinander abzustimmen, um eine einheitliche und starke gemeinsame Stimme zu gewährleisten, wenn es darum geht, Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen der Arbeiter zu finden, wie z. B. Sozialschutz, Rechenschaftspflicht, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie Wanderarbeiter.

Das Treffen bekräftigte auch die langjährige Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen und legte die gewünschten gemeinsamen Aktivitäten für 2026 fest. Diese Partnerschaft bleibt von entscheidender Bedeutung, um die Kluft zwischen hochrangiger Politikforschung und der gewerkschaftlichen Basisarbeit zu überbrücken. Durch die Kombination der sektoralen Reichweite der BWI mit der Expertise der FES im Bereich Kapazitätsaufbau endete das Treffen mit der Verpflichtung, weiterhin eine widerstandsfähige, informierte und proaktive Gewerkschaftsbewegung zu fördern, die in der Lage ist, die Komplexität der modernen Weltwirtschaft zu bewältigen, wobei der Schwerpunkt auf folgenden Punkten liegt:

Die Stärkung der Fähigkeit der Gewerkschaften, sich in Arbeitsaufsichtsmechanismen und Schutzmaßnahmen bei von internationalen Finanzinstitutionen finanzierten Infrastrukturprojekten einzubringen und diese zu beeinflussen, einschließlich der Überwachung der Einhaltung nationaler Arbeitsgesetze und internationaler Arbeitsnormen.

Der Aufbau von praktischem Wissen unter Gewerkschaftsführern und Rechtsberatern über Rahmenwerke für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der OECD-Leitsätze, der Leitprinzipien der Vereinten Nationen (UNGPs) und der Rechenschaftsmechanismen der internationale Finanzinstitutionen (IFI), sowie über deren Anwendung bei Beschwerden, Berichten und Abhilfemaßnahmen.

Die Stärkung des regionalen Netzwerks und der koordinierten Verhandlungsplattform für Gewerkschaften, die mit denselben chinesischen multinationalen Unternehmen und Projektfinanzierern in mehreren Ländern zusammenarbeiten, um gemeinsame Strategien, Informationsaustausch und Solidaritätsaktionen zu ermöglichen.