16 February 2026

INDIEN: 300 MILLIONEN BESCHÄFTIGTE PROTESTIEREN GEGEN ARBEITNEHMERFEINDLICHE POLITIK

Die der BHI angeschlossenen Gewerkschaften in ganz Indien schlossen sich am 12. Februar 2026 einem massiven landesweiten Protest an, zu dem ein gemeinsames Forum zentraler Gewerkschaften und die Samyukt Kisan Morcha aufgerufen hatte. Der als „Bharat Bandh“ bezeichnete Protest fand in mehr als 600 Distrikten statt und es beteiligten sich schätzungsweise 300 Millionen Beschäftigte und Bauern.

Ein gemeinsames Forum von zehn zentralen Gewerkschaften rief zu dem Streik auf, um gegen sogenannte Arbeitsreformen, Privatisierungsmaßnahmen, Handelsabkommen und andere Maßnahmen zu protestieren, die sie als arbeiter- und bauernfeindlich bezeichneten. Zu ihren zentralen Forderungen gehörten die Außerkraftsetzung der arbeitsrechtlichen Vorschriften, des Saatgutgesetzes, des geänderten Elektrizitätsgesetzes und des SHANTI Act sowie die Wiedereinführung und Stärkung des Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act.

BHI-Mitglieder aus mehreren Bundesstaaten unterstützten den Streik aktiv und zeigten damit die große Verbundenheit von Beschäftigten und Landwirten. Sie warnten, dass sich die landesweiten Proteste in den kommenden Wochen verstärken würden, sollte die Regierung keinen Dialog einleiten.

Es beteiligten sich BHI-Mitgliedsorganisationen in Bihar (CLU und HKMP); Delhi (DANMU, DSEWU und DNMS); Himachal Pradesh (AHPWDIPHCWU); Odisha (INBCWWF, OKKS, BBCWU, OFMFPWU, OCMS, NES, NOBSM & NUGCMS); Kerala (KKNTC), Karnataka (KSCWCU), Punjab (BMS Punjab); Rajasthan (AHBWU), Tamil Nadu (TKTMS, TCTU und AIKTMS); Uttar Pradesh (BNKMU) und Westbengalen (ERCCMU).

Dr. R. C. Khuntia, INBCWWF-Präsident und Mitglied des BHI-Weltvorstands, äußerte sich folgendermaßen: „Beschäftigte und Landwirte in ganz Indien haben eine klare Botschaft gesendet: Wir werden uns weiterhin geschlossen gegen die arbeiterfeindliche Politik der Regierung stellen und die Rechte der Beschäftigten verteidigen, bis ein sinnvoller Dialog beginnt und die Arbeitsgesetze zurückgenommen werden.“