26 March 2026

UGANDA: BHI-MITGLIEDSVERBAND UNTERZEICHNET ANERKENNUNGSVERTRAG MIT CHINESISCHEM INGENIEURUNTERNEHMEN

Die der BHI angeschlossene Gewerkschaft Uganda Building Construction Civil Engineering Cement and AlliedWorkers’ ‚ Union (UBCCECAWU), auch bekannt als „die Gewerkschaft“, unterzeichnete am 16. März 2026 erfolgreich eine Anerkennungsvereinbarung mit der ZHONGMEI Engineering Group Limited (Zhongmei), dem Auftragnehmer des Straßenbauprojekts Koboko-Yumbe-Moyo in Uganda.

Dieser bedeutende Durchbruch war das Ergebnis der Zusammenarbeit der BHI und der UBCCECAWUmit der Weltbank. Zuvor hatte die Gewerkschaft mehrfach erfolglos versucht, vom Auftragnehmer anerkannt zu werden. Die Pattsituation wurde schließlich durchbrochen, nachdem die Angelegenheit an das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und soziale Entwicklung weitergeleitet worden war, gefolgt von strategischen Interventionen unter Einbeziehung der Weltbank und anderer Interessengruppen, darunter auch das Ministerium für öffentliche Arbeiten.


Laut einer von der Gewerkschaft eingereichten Fallstudie wurden vor Ort schwerwiegende Verstöße gegen Arbeitsrechte dokumentiert, darunter die Zwangsverpflichtung von Arbeitnehmern zu übermäßigen Arbeitszeiten, sexuelle Belästigung weiblicher Arbeitnehmer, ungerechtfertigte Kündigungen und Löhne unterhalb des Mindestlohns.

Die Unterzeichnung der Anerkennungsvereinbarung ist ein entscheidender Schritt zur Gewährleistung menschenwürdiger und besserer Arbeitsbedingungen. Sie schafft einen Rahmen, um den Vertragspartner gegenüber den nationalen Arbeitsgesetzen und den internationalen Kernarbeitsnormen für die mehr als 246 gewerkschaftlich organisierten Mitglieder zur Rechenschaft zu ziehen.


Die BWI und ihre Mitgliedsorganisationen setzen sich weiterhin für faire Arbeitspraktiken und die Einhaltung der internationalen Kernarbeitsnormen bei Projekten ein, die von internationalen Finanzinstitutionen (IFI) finanziert werden.


Die BWI hat bereits zuvor das „Muster des Missbrauchs“ der Firma Zhongmei in Ländern wie Ghana dokumentiert und angeprangert, wo die Arbeitnehmer keine Arbeitsverträge oder Schutzausrüstung erhielten, sowie in Namibia, wo das Unternehmen nach einem tödlichen Unfall und schwerwiegenden Sicherheitsverstößen im Jahr 2024 zur Einstellung des Betriebs gezwungen wurde. Darüber hinaus verdeutlichen frühere Urteile in Kenia bezüglich unrechtmäßiger Entlassungen und der Verweigerung von Sozialleistungen eine anhaltende Missachtung des Wohlergehens der Arbeitnehmer. Der Erfolg dieses Falls, der durch engmaschige Beobachtungund eine Partnerschaft mit der Weltbank erzielt wurde, ebnet den Weg für die Aushandlung eines Tarifvertrags, der einen guten Schutz der Arbeitnehmerrechte, verbesserte Sozialleistungen, bessere Arbeitsbedingungen und strenge Arbeitsschutzvorschriften beinhalten wird.