7 July 2026
ARMENIEN: BHI ENTSENDET DELEGATION NACH JEREWAN UND BAUT PARTNERSCHAFT MIT GEWERKSCHAFTEN AUF
BHI-Generalsekretär Ambet Yuson und die Koordinatorin für globale Gender- und Projektfragen, Anna Andreeva, unternahmen am 1. und 2. Juli 2026 eine Dienstreise nach Armenien, um die Beziehungen zum Armenischen Gewerkschaftsbund (CTUA) und zu den Branchengewerkschaften, die die Beschäftigten in der Forstwirtschaft und im Baugewerbe vertreten, zu stärken. Im Mittelpunkt der Treffen standen Organisationsstrategien, der soziale Dialog, Tarifverhandlungen sowie Möglichkeiten, die Präsenz der BHI in dem Land auszubauen. Sowohl die Republikanische Gewerkschaftsvereinigung der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft (Agro-Forest Trade Union) als auch die Gewerkschaft der Beschäftigten im Bau- und Baustoffgewerbe bekundeten ihre Absicht, mit der BHI zusammenzuarbeiten, was einen wichtigen Schritt in Richtung einer stärkeren internationalen Solidarität darstellt.
Die Mission hat erhebliche Chancen im armenischen Forstsektor aufgezeigt. Im Mittelpunkt der Gespräche mit der Gewerkschaft „Agro-Forest“ sowie der Geschäftsführung und der Gewerkschaft von Hayantar, der staatlichen gemeinnützigen Organisation, standen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Stärkung der gewerkschaftlichen Vertretung und die Gewährleistung, dass die Arbeitnehmerrechte in die nationalen Wiederaufforstungs- und Klimaprogramme einbezogen werden. Die BHI tauschte internationale Erfahrungen zur gewerkschaftlichen Organisation im Forstsektor aus, darunter auch zur gemeindebasierten Waldbewirtschaftung, und schlug vor, ein symbolisches „Gewerkschafts-Gewächshaus“ zu unterstützen, um einen Beitrag zu den Waldsanierungsbemühungen Armeniens zu leisten und gleichzeitig das Engagement der Arbeiterbewegung für ökologische Nachhaltigkeit zu demonstrieren.
Bei Treffen mit der Gewerkschaft der Bau- und Baustoffarbeiter sowie der Gewerkschaft der Bauunternehmer Armeniens wurde das rasante Wachstum des Bausektors des Landes hervorgehoben, das durch umfangreiche Infrastrukturinvestitionen und den Wohnungsbau vorangetrieben wird. Besonderes Augenmerk wurde auf das Investitionsprogramm für den Nord-Süd-Straßenkorridor gelegt, das von mehreren internationalen Finanzinstitutionen finanziert wird. Die BHI bot im Rahmen ihrer Vereinbarungen mit Entwicklungsbanken Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in den Bereichen Arbeitsaufsicht, sozialer Dialog und gewerkschaftliche Organisierung. Im Rahmen der Gespräche wurden auch die Vorbereitungen für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2029 erörtert, die Armenien gemeinsam mit Georgien ausrichten wird, und zwar als Gelegenheit, menschenwürdige Arbeit zu fördern und die Präsenz der Gewerkschaften bei großen Bauprojekten zu stärken.
Die Mission bestätigte die starke Dynamik beim Ausbau der Aktivitäten von der BHI in Armenien. Zu den vereinbarten Folgemaßnahmen gehören die Förderung des Austauschs mit Forstgewerkschaften aus anderen Ländern, die Prüfung von Möglichkeiten zur Arbeitsaufsicht bei international finanzierten Projekten sowie die Entwicklung gemeinsamer Kampagnen im Zusammenhang mit der FIFA U-20-Weltmeisterschaft. Der Besuch zeigte zudem das wachsende Interesse der armenischen Gewerkschaften an einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Gewerkschaftsorganisationen sowie an einer Stärkung des sozialen Dialogs auf der Grundlage internationaler Arbeitsnormen.